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iQathletik
  

Hintergrund

Der Luftwiderstand des Systems Mensch/Fahrrad ist ein wichtiger Faktor in der Gesamtleistung innerhalb des Triathlons. Entscheidende Leistungsvorteile ergeben sich hierbei in der Summe der Effekte auf der Langdistanz. Die Aerodynamik ist allerdings eng gekoppelt an die anatomischen Voraussetzungen des Sportlers und folgt hierbei einem Optimal- und keinem Maximaltrend. Das bedeutet, dass die Optimierung der Sitzposition im Hinblick auf die Aerodynamik auch auf biometrische Aspekte abgestimmt werden muss. Nur so lassen sich gesundheitliche und leistungsmindernde Aspekte wie beispielsweise eine Beeinträchtigung der Durchblutung von Gefäßen im Hüftbereich oder des Brustkorbes mit Auswirkungen auf die Atemleistung vermeiden. Die Sitzposition und damit verbunden die Aerodynamik stellen somit in höchstem Maße individuelle Aspekte dar, deren Veränderung auch vom subjektiven Fahrgefühl abhängt und deren Verbesserung nicht immer quantifizierbar erscheint.

Aerotest Dresdner KleinwortAerodynamik

Die Aerodynamik im Triathlon ist im Wesentlichen abhängig von der Frontfläche des Gesamtsystems Mensch und Fahrrad. Zudem sind Material- und Strömungsaspekte sehr wichtige Bestandteile, die es zu berücksichtigen gilt.

Diagnostik der Aerodynamik

Zur Bestimmung der Aerodynamik existieren unterschiedliche Methoden, die in Form von Windkanaltests in Bereichen der Technik schon lange etabliert sind. Fürs Radfahren sind hier insbesondere Anlagen mit niedrigen Windgeschwindigkeiten wichtig und bieten besonders bei der Fertigung aerodynamisch optimierter Materialien wie Rahmen oder Bekleidung Vorteile. Diese begründen sich aus der Reproduzierbarkeit und somit aus der Objektivität der Testergebnisse. Feldtests auf einer Radrennbahn oder auch im Freien sind hingegen hinsichtlich der Übertragbarkeit von Ergebnissen auf die Praxis als reliabler anzusehen. Die Validität beider Verfahren ergibt sich aus Versuchsaufbau und Auswertung und ist besonders auch in der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen. Die genauesten Ergebnisse liefern Verfahren, die physiologische Parameter mit einbeziehen.

  

Durchführung

Um exakte Aussagen über die Aerodynamik und die Anpassungsmöglichkeiten treffen zu können, ist neben der Feststellung des Ausgangswertes eine exakte biometrische Überprüfung der Grundposition notwendig. Neben der Beinlänge wird die Druckverteilung der Ausgangsposition vermessen. Auf einer überdachten Radrennbahn wird im Folgenden eine Testfahrt in Wettkampfgeschwindigkeit simuliert. Hierbei wird über einen festgelegten Zeitraum in konstanter Geschwindigkeit die Leistung erfasst. Anschließend erfolgen systematische Veränderungen der Fahrradeinstellungen zur Optimierung der Sitzposition. Alle Änderungen werden dabei auch auf ihre Wirkung hinsichtlich ergonomischer Aspekte überprüft. Wurden bislang in diesem Feldtestverfahren allein die Mittelwerte zum Vergleich der Leistung bei konstanter Geschwindigkeit herangezogen, berücksichtigt unser Testverfahren jeden einzelnen Messwerte und unterzieht die kompletten Datensätze einer inferenzstatistischen Auswertung, sodass Aussagen zur Verbesserung der Aerodynamik inhaltlich abgesichert werden können.

Auswertung

Die Auswertung und Dokumentation der Messdaten erfolgt durch die Einbeziehung der verschiedenen Parameter. Dies sind der auf eine bestimmte Geschwindigkeit bezogene Leistungswert, sowie der so genannte CwA Werte, als Referenzgröße für die Angriffsfläche des Systems Fahrer und Fahrrad. Des Weiteren werden die Ergebnisse aus der Kraftmessung mit Hilfe von Messsohlen auf der Bahn und der biometrischen Kontrollmessung zur Ergebnisfindung herangezogen. Insgesamt müssen wir darauf Hinweisen, dass dieses auf Versuch und Irrtum basierte Verfahren vor dem Hintergrund etablierter Methoden entwickelt wurde. Ziel ist es, die bestehenden Methoden zu systematisieren und abzusichern. Dem Sportler sollen anhand der Messdaten, aber auch unter Einbeziehung der subjektiven Einschätzung des Athleten, Sitzpositionen empfohlen werden. Durch die Absicherung auf Basis der biometrischen Analysen, stellen diese Empfehlungen einen guten Kompromiss aus möglichst aerodynamischer und ergonomischer Sitzposition dar. Das Verfahren stellt einen augenblicklichen Ausschnitt aus einem laufenden Forschungsprozess dar. iQ athletik ist ständig bemüht, die diagnostischen Methoden auf Basis der vorhandenen Forschungsergebnisse abzusichern. Der Sportler soll eine ehrliche Beratung auf Basis des wirklich verfügbaren Wissens erhalten.

Die gezeigten Bilder stammen vom Test mit dem Team Dresdner Kleinwort rund um Norman Stadler.

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